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Im Blog von Peter und Ursula Schäublin berichten wir von Aktualitäten rund um unser Grafikatelier 720 Grad, über Fotografie und Film, Kajaken und weitere Aktivitäten.

40 Tonnen und eine Canon EOS 1DX


Testbericht über die Profi DSLR Canon EOS 1DX // verfasst im Auftrag von fotointern.ch, der grössten Webplattform für Fotografie in der Schweiz


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Ich musste unterschreiben, dass ich sie heil zurückbringe. Was ich ohne zu zögern tat, denn schliesslich ist die EOS 1DX nicht irgendeine Kamera, sondern Canons neues Flaggschiff. Doch der Reihe nach: Freitagmorgen, ein Tag vor dem Abflug zu einer Kajakexpedition an Südostalaskas Regenwaldküste. Das Expeditionsequipment, inklusive zwei Canon DSLR, eine Powershot G1X und eine Canon HD-Cam, ist gepackt. Ich werde unterwegs sein in der Gesellschaft von Buckelwalen, Bären, Seelöwen und Adlern. Die Landschaft ist wild und rau. Ausserhalb der wenigen Ortschaften existiert keine Infrastruktur. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 5 Metern (Hamburg, auch nicht gerade als Schönwetterecke bekannt, bringt es gerade mal auf 70 cm). Innerlich bin ich nochmals am Abchecken, ob wir nichts vergessen haben. Das Klingeln des Telefons reisst mich aus meinen Gedanken. Urs Tillmanns fragt an, ob ich ein Vorserienmodell der neuen EOS 1DX für ein Wochenende testen möchte. Mehr im Scherz teile ich ihm mit, dass er die Kamera gerne vorbeibringen kann, sie aber erst in drei Wochen wieder bekommt. Gross ist dann meine Überraschung, als er mit Canon Rücksprache nimmt und ich das kostbare Teil tatsächlich in die Wildnis mitnehmen darf. Wissen sie, dass die Kamera einen echten Härtetest vor sich hat?


Sich verletzlich machen

Denn ich bin da draussen nicht mit netten, geheizten Motorbooten oder Autos unterwegs. Ich benutze ein Transportmittel, das seit über 4000 Jahren in praktisch unveränderter Form existiert – das Seekajak. Näher kann man dem Meer in einem Boot schwerlich sein – man sitzt praktisch auf dem Wasser. Alles für unsere Expedition muss im Kajak Platz finden – Kleider, Schlafsack, Zelt, Kochutensilien und auch das Kameraequipment. Alle Lebensmittel müssen ebenfalls mitgenommen werden. Während den nächsten 2 1/2 Wochen werden wir weder einen Lebensmittelladen noch eine Steckdose sehen. Solarpanels zum Nachladen der Batterien sind in dieser Region wegen den vielen Wolken keine wirkliche Alternative. Ich packe für meine Foto- und Videokameras deshalb eine Menge Akkus ein. Oft sind Kameras und Objektive wenig oder gar nicht gepolstert, nicht zuletzt, weil ich immer eine Kamera griffbereit haben möchte. Ich fühle mich unterdessen in diesem rund 50 cm breiten Boot so sicher, dass ich mich traue, auch auf dem Wasser mit einer Kamera zu arbeiten, deren Gegenwert demjenigen eines netten Gebrauchtwagens entspricht. 

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Durch den Kühlschrank paddeln

Es ist bereits meine fünfte Reise in diesem Gebiet. Dieses Mal sind wir als Vierergruppe unterwegs – meine Frau Ursula und ich, mein langjähriger Freund Sam und Debbie, eine gute Freundin, die in Alaskas Hauptstadt Juneau wohnt. Mehr oder weniger hinter ihrem Haus liegt der Mendenhall Gletscher mit einem See, der laufend vom Schmelzwasser des Gletschers gespeist wird. Deshalb liegt die Wassertemperatur nur bei rund zwei Grad Celsius. Etwas früher in diesem Jahr ist ein Mann ertrunken, weil sein Kajak gekentert ist und er wegen des Kälteschocks nicht mehr rechtzeitig in sein Boot zurückklettern konnte. Wir schützen uns mit entsprechender Kleidung und mit Sicherheitsequipment. Die Natur verzeiht einem hier draussen nicht viele Fehler. Das Wetter ist untypisch – blauer Himmel, fast keine Wolken. Da ich ein Leihkajak paddle und das Boot noch nicht kenne, traue ich mich offen gestanden noch nicht, die 1 DX mit aufs Wasser zu nehmen und fotografiere mit der 5D Mark III, die ebenfalls im Gepäck ist. Nach rund drei Stunden auf dem Cockpitboden meines Kajaks, nahe dem Gefrierpunkt, steigt dann allerdings das Display der Kamera aus. Das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, denn unterdessen ist aus dem guten alten lichtdichten Kasten mit Spiegel und mechansichem Verschluss ein hochkomplexes elektronisches System geworden, das dementsprechend empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagiert. Ob es wohl Canons Ingenieure geschafft haben, die sensible Elektronik der 1DX so zu schützen, dass sie allen widrigen Bedingungen trotzt?

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Auf dem Rücken eines 40-Tönners

Die ersten zwei Tage in Juneau sind gefüllt mit letzten Expeditionsvorbereitungen. Dann stechen wir in See. Unser erstes Ziel ist es, Buckelwale zu beobachten und vielleicht auch das eine oder andere Bild zu realisieren. Wir sind noch keine zwei Stunden auf dem Wasser, als ein grosser Buckelwal rund 20 Meter von uns entfernt auftaucht und ausbläst. Wir raften unsere Kajaks zu einer Art Floss zusammen, informieren den Wal durch Klopfen auf die Boote über unsere Anwesenheit und richten unsere Kameras. Sam startet die Videocam, meine Frau Ursula vorn im Zweier macht die 5D Mark III mit dem 2.8/24–70 mm schussbereit, während ich hinten die 1 DX mit dem 100–400er aktiviere. Der Wal taucht nur noch 10 Meter von uns entfernt wieder auf und nimmt direkten Kurs auf uns. Nochmals klopfen wir auf die Boote, um auf uns aufmerskam zu machen. Die Buckelwale sind sanfte Riesen. Sie haben mich auf allen Reisen immer wieder tief beeindruckt. Mehr als einmal sass ich in meiner kleinen Nussschale, und ein Wal tauchte wenige Meter neben meinem Boot auf – doch immer rücksichtsvoll und ohne jemanden zu gefährden. Unvergesslich auch der Wal, der knapp unter meinem Boot durchgeschwommen ist, sich etwas auf die Seite legte und mich mit seinem grossen Auge angeschaut hat. Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich Tränen in meinen Augen hatte. Nun sind aber 40 Tonnen auf direktem Weg zu uns, und irgendwie scheint sich der Wal nicht gross um uns zu kümmern. Bevor ich meinen Gedanken weiter verfolgen kann, taucht er auf – direkt neben uns, bläst aus und setzt zum Tauchen an. Samuel ist ihm am nächsten und reitet eine halbe Sekunde später schon auf seinem Rücken. Dann schwebt bereits die riesige Heckflosse etwa vier Meter über uns. Der Wal scheint abtauchen zu wollen. Wenn die Flosse auf uns niederdonnert, sind wir in grosser Gefahr! Eine Salzwasserdusche geht über uns nieder, von der Ursula das meiste abkriegt. Instinktiv halte ich die 1 DX so hoch wie möglich in die Luft. Falls wir kentern, muss ich versuchen, die Kamera über Wasser zu halten. Schliesslich habe ich ja unterschrieben, dass ich sie heil zurückbringe. Ursula und ich reiten unterdessen auch auf dem Wal, Sams Boot ist aus dem Wasser gehoben. Nur weil wir unsere Kajaks zusammen geraftet haben, kentern wir nicht. Jetzt hat uns das riesige Tier offenbar doch bemerkt, und anstatt seinen Tauchgang durchzuziehen, gleitet er sanft wieder rückwärts ins Wasser. Ich zittere am ganzen Leib. Was ist passiert? Offenbar sind wir in Kontakt mit einem sehr alten Wal gekommen, denn, wie wir später erfahren, verlieren diese Meeressäuger im Alter ihr Gehör. So hat uns der gute Humpback buchstäblich überhört und deshalb gerammt. Wir paddeln ans Ufer und ziehen Bilanz: Sam hat instinktiv «draufgehalten» und einen grossen Teil unserer Begegnung filmisch dokumentieren können. Ich habe tatsächlich noch drei Fotos realisiert, bevor ich die Kamera in die Höhe hob. Eines davon, «HUMP BACK» zeigt den Rücken des Wals ganz nah. Die EOS 5 und das 24–70er haben so viel Salzwasser abgekriegt, dass sie ihren Dienst eingestellt haben. Das ist bitter, denn ich habe keine Möglichkeit, Ersatz zu beschaffen. Uns bleibt die EOS 1DX, das 2.8/16–35 mm und das 100–400mm, plus eine Powershot 1GX.

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Die innere und die äussere Reise

Die nächsten Tage verlaufen ruhig. Die Wale scheinen weitergezogen zu sein. Wir saugen die Gegend in uns auf, setzen uns Wind und Wellen aus. Überraschenderweise fällt in diesen ersten Tagen fast kein Regen. Wir passen unseren Rhythmus den Gezeiten an. «It all depends on the ocean» ist ein geflügeltes Wort hier draussen. Ein Tidenhub von bis zu acht Metern sorgt dafür, dass das Wasser ständig in Bewegung ist. Wenn immer möglich timen wir unser Vorwärtskommen auf dem Wasser so, dass die Strömungen mit uns sind. Wenn wir dann stundenlang paddeln, verschmilzt Inneres und Äusseres. Das Meer wird zum Symbol für die grosse Reise des Lebens. Stürmische und ruhige Zeiten wechseln sich ab. Ich bin verletzlich und doch stark. Wolken und Sonne malen mystische Bilder an den Horizont. Ich habe Zeit, lasse die Stimmungen auf meine Seele wirken und fotografiere, wenn sich mein Inneres besonders stark bewegt. Eine Serie von vier Motiven zum Thema «MYSTICAL SEA» entsteht. 

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Bei den Grizzlies im Wohnzimmer

In dieser weitläufigen, von Inseln geprägten Landschaft sind Fähren und Flugzeuge das, was für uns Busse und Züge sind. Wir entschliessen uns, ein Stück Weg mit der Fähre zurückzulegen. Auf dem Schiff lerne ich Judy kennen, komme mit ihr ins Gespräch. Ich bin fasziniert von ihrer Ausstrahlung und ihren Augen, die die Farbe des Meers haben. Ihr Mann kam früh ums Leben und sie hat als einzige Frau in einer Männerwelt ein Fischerboot geführt. Nun ist sie über 70, und ihr Gesicht widerspiegelt gleichzeitig die Härte und Schönheit dieser Gegend. Ich frage, ob ich sie portraitieren darf. Ganz spontan und ungeplant entsteht das ausdrucksstarke Bild von ihr, das ich «SEA‘S EYES» nenne. 

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Die Fähre legt an, wir gehen von Bord und wassern unsere Kajaks wieder ein. Nach zwei weiteren Tagesreisen auf dem Wasser bauen wir ein Basecamp auf, denn wir möchten etwas verweilen, um Grizzlies zu beobachten. Der Sommer war sehr kalt, die Bären sind dünn. Doch jetzt endlich wandern die Lachse die Flüsse hoch um zu laichen. Immer wieder staune ich, wie fragil und komplex dieses Ökosystem ist. Alles ist voneinander abhängig. Still paddeln wir in eine kleine Bucht, die hinten von einem Wasserfall abgeschlossen wird. Wir sitzen in den Kajaks und sind bald von Bären umgeben. Natürlich haben sie uns längst bemerkt, doch es scheint sie überhaupt nicht zu stören, dass wir ihnen zuschauen. In gegenseitigem Respekt sind wir willkommen. Wir sind die Gäste, nicht sie. Sie bestimmen, wie nahe sie uns kommen wollen. Es ist mir, als hätten sie uns in ihr Wohnzimmer eingeladen. 

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Das Licht ist oft sehr dürftig, und ich muss mit hohen ISO-Werten arbeiten. Ich bin nicht unglücklich, dass Canon sich entschlossen hat, «nur» 18 Megapixel auf den Sensor zu packen um dafür eine bessere Bildqualität in den höheren ISO-Bereichen zu erzielen. Für mich ein sinnvoller Schritt, da ich im Kajak kein Stativ verwenden kann. Eines meiner Lieblingsbilder dieser Expedition, «PRAYER» ist beispielsweise in den Abendstunden mit 2000 ISO entstanden. Die Qualität, selbst bei einer Ausschnittvergrösserung, ist erstaunlich. Es zeigt einen der Bären, wie er in andächtiger Haltung seinen Fisch verspeist. Bereits nach wenigen Stunden nehmen wir die unterschiedlichen Charakterzüge der Bären wahr. Ich versuche, die individuellen Eigenheiten der Tiere mit der Kamera einzufangen. So entstehen die Fotos «THE THINKER», «THE SWIMMER» und weitere Charakterstudien. Es ist dann auch in dieser Bucht, wo ich bezüglich der EOS 1DX das einzige Mal wirklich leer schlucken muss: In Kombination mit dem 1.4x Extender und dem 100–400er funktioniert der Autofokus nicht. Für mich ein echter Verlust, denn ich liebe dieses Telezoom wegen seiner Kompaktheit und der aussergewöhnlichen Bildqualität heiss. Gerade mit der EOS 1DX könnte ich mit dem Extender dank der Qualität in den hohen ISO-Werten noch das eine oder andere Motiv besser ablichten. 

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Das grosse Fressen

Nach drei Tagen bei den Bären brechen wir unser Basiscamp ab um weiterzuziehen. Die Zelte sind schon fast verräumt, als eine grössere Gruppe von Buckelwalen am Horizont auftaucht. Wir halten inne und beobachten, was vor sich geht. Flexibilität und Improvisationstalent sind hier draussen oft gefragt. Es gibt keinen festen Fahrplan, und wie so oft im Leben gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel. Nach einer guten Stunde verdichten sich die Anzeichen, dass die Wale eine Jagdtechnik namens Bubblenetfeeding anwenden werden. Sie wird von den Buckelwalen praktiziert, wenn sie einen grösseren Heringschwarm aufspüren: Sie formieren sich zu einem Kreis, und das weibliche Leittier stösst einen lauten, markerschütternden Jagdruf aus, der den Ozean erbeben lässt. Die Riesen tauchen koordiniert ab und blasen unter Wasser Luft aus. Die Heringe trauen sich nicht, durch den Luftvorhang hindurchzuschwimmen und rücken immer näher zusammen. Dann – plötzlich – durchstossen die Wale das Wasser mit geöffnetem Schlund, um möglichst viele Fische zu erwischen. Ich bin fasziniert von der Intelligenz dieser Tiere, denn Bubblenetfeeding ist nur mit Kommunikation und Koordination möglich. Die Bilder können die archaische Gewalt dieses Fressrituals nur bedingt wiedergeben. Sam gelingt es, mit der Videokamera eine Bubblenetfeedingsequenz und zwei Walsprünge zu filmen. Ich realisiere einige Bilder und kann auch einen der Walsprünge fotografieren – dank hoch entwickeltem Autofokus und 12 Bildern pro Sekunde eine ganz neue Dimension, wie das Bildtableau «12 FPS» (12 frames per second) zeigt …

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No risk, no fun

Jede Expedition ist ein Risiko. Nie weiss man, was auf einem zukommt. «Always expect the unexpected». Wir sind auf unserer Reise schon reich beschenkt worden, weit über Erwarten. Doch am zehnten Tag klemmt sich Sam einen Rückennerv ein. Er beisst auf die Zähne, doch wir merken, dass er grosse Schmerzen hat. Wir beraten uns und geben ihm die Freiheit zu entscheiden, ob wir früher als geplant in die Zivilisation zurückkehren sollen. Nach vier Tagen mit Schmerzen kapituliert er, und wir steuern ein Dorf mit einer Fährverbindung nach Juneau an. In solchen Situationen ist es – auf einer Expedition und auch im Leben – sehr entscheidend, welchen Gedanken wir Raum geben. Als Gruppe entscheiden wir uns bewusst, diese neue Situation zu akzeptieren und positiv damit umzugehen. Innerlich bin ich überzeugt, dass wir trotz dieses früheren Abbruchs noch eine grossartige Zeit vor uns haben. Wir reisen zurück nach Juneau und erleben tatsächlich, wie uns auf wundersame Weise drei einzigartige Tage geschenkt werden: Als absoluten Höhepunkt erwandern wir den Mendenhall-Gletscher. Nach einer über zweistündigen abenteuerlichen Klettertour erreichen wir eine Gletscherhöhle, deren magisches Licht uns den Atem raubt: Auf einer Länge von etwa 60 Metern hat ein kleiner Fluss ein Loch in den Gletscher gefressen. Wir treten durch den unscheinbaren Eingang in die Höhle und stehen in einem Dom mit tausend Eiskuppeln, die im durch die Gletscherdecke eindringenden Sonnenlicht in surrealem Blau erstrahlen. Ich bin sehr froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, meine Fotoausrüstung inklusive Stativ über all die Felsen zu schleppen. Wie in Trance beginne ich zu fotografieren. Meine Freunde verlassen die Höhle bereits nach kurzer Zeit, weil es ihnen zu kalt wird. Ich vergesse Zeit und Raum, Kälte und Nässe und fotografiere eine geschlagene Stunde in der Eishöhle. Ich möchte nicht von «arbeiten» sprechen, denn auf diese Weise zu fotografieren ist fast schon ein spirituelles Erlebnis. Das Wasser tropft von der Decke auf mich und die Kamera. Ich achte darauf, dass keine Wasserspritzer die Linse trüben. Die EOS 1DX funktioniert trotz Nässe und Kälte in hervorragender Manier. Wahrscheinlich würde eher ich als die Kamera vor den Umwelteinflüssen kapitulieren. Die Fotoserie «ETERNAL ICE» entsteht und zeigt ein bisschen etwas von der unbeschreiblichen Schönheit dieser Höhle.

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A place to come back

Auch meine fünfte Reise im Regenwald von Südostalaska brachte wieder einige Überraschungen mit sich. Mensch und Material wurden sehr gefordert. Die EOS 1DX war Kälte, Sand und Feuchtigkeit ausgesetzt. Sie hat alles weggesteckt, und ich hatte auch nie Probleme mit Staub oder Dreck auf dem Sensor. Das zeichnet eine wirkliche Profikamera aus – dass sie auch in widrigsten Umständen klaglos funktioniert und meine visuellen Eindrücke festhält.

Unterdessen ist so viel Foto- und Filmmaterial entstanden, dass ich einen Bildband und eine audiovisuelle Präsentation plane. Mit Fotos, Videoclips und Musik möchte die äussere und inneren Reise teilen, die ich in dieser Gegend immer wieder erlebe (Selbstverständlich wirst Du hier auf dem Blog darüber auf dem Laufenden gehalten.).

Foto und Film sind grossartige Medien, um Eindrücken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Diese Dimension sollten wir über all der Technik nie vergessen: Ein magischer Moment – ein Bild entsteht. Wenn es uns und andere berührt, zu uns spricht, uns bewegt, dann ist es ein gutes Bild.

Ach ja – am letzten Tag habe ich dann die EOS 1DX noch mit auf den Gletschersee genommen. Auch nach mehreren Stunden auf dem Boden meines Kajaks hat sie einwandfrei funktioniert. Sie hat den Härtetest bestanden, und ich habe sie heil zurückgebracht …

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