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Im Blog von Peter und Ursula Schäublin berichten wir von Aktualitäten rund um unser Grafikatelier 720 Grad, über Fotografie und Film, Kajaken und weitere Aktivitäten.

Karfreitagspaddeln 2016

 

Es ist zu einer festen Grösse im Kalender geworden – das Karfreitagspaddeln. So sind wir auch dieses Jahr früh aus den Federn gekrochen, um bei Tagesanbruch auf dem Wasser zu sein. Im Fotogepäck habe ich die Leica SL mit dem Vario-Elmarit-SL 1:2.8–4.0/24–90mm ASPH und das brandneue Leica APO Vario Elmarit-SL 1:2.8–4.0/90–280mm, das mir Leica freundlicherweise für die Ostertage zur Verfügung stellt.


Kentern verboten: Unterwegs mit der Leica SL und dem neuen Leica APO Vario Elmarit-SL 1:2.8–4.0/90–280mm (Fotos: Phil Ammann)


Hier einige Impressionen in Bildform, inklusive Kameradaten. Weil die Objektivnahmen so kryptisch sind, bezeichne ich die beiden SL-Zooms der Einfachheit halber mit 24–90 oder 90–280. Wie immer gilt: Für Fullscreen-Ansicht einfach auf das Bild klicken.

Leica SL mit 24–90er auf 25 mm, 1/30 sec, f 3.0, 8000 ISO
Start im Bootshaus Schaffhausen, noch bevor der Hahn kräht. Wenig Licht – ein Challenge für die Kamera, den die SL hervorragend meistert.

Leica SL mit 24–90er auf 25 mm, 1/30 sec, f 3.0, 6400 ISO
Sitzprobe an Land um zu checken, ob alles passt.

Leica SL mit 24–90er auf 25 mm, 1/30 sec, f 3.0, 2500 ISO
Langsam wird's heller, und die ISO-Werte sinken.

Nach einer guten halben Stunde hat jeder Teilnehmer sein Kajak, eine Spritzdecke und ein Paddel. Der Brunch ist gut verstaut in den Ladeluken, und wir stechen in den Fluss.

Leica SL mit 90-280er auf 93 mm, 1/80 sec, f 3.0, 3200 ISO
Die ersten paddeln los.

Die Qualität beider SL-Objektive ist hervorragend. Zuhause stelle ich fest, dass ich die Aufnahmen so gut wie nicht bearbeiten muss. Da und dort die Belichtung noch leicht korrigieren, und sonst nichts. Kein Nachschärfen, keine Sättigung korrigieren, keine anderen Photoshop-Tricks. Was mit den beiden SL-Objektiven hinten auf dem Sensor der Leica SL landet, ist grosse Klasse. Von der Qualität her sind die beiden Zooms aus meiner Sicht auf dem Level von Festbrennweiten.

Leica SL mit 90-280er auf 225 mm, 1/160 sec, f 3.6, 5000 ISO

Auch mit wenig Licht liefert das 90–280er nuancierte und satte Farben.

Leica SL mit 90-280er auf 90 mm, 1/80 sec, f 3.0, 3200 ISO

Das neue Telezoom bietet die Möglichkeit, mit selektiver Schärfe zu spielen, sei es am unteren Ende der Brennweitenskala oder am oberen. Beim 24–90er kann man in der vollen Teleposition «nur» bis 4.0 abblenden. Beim 90–280er kann auf 90 mm bis auf 2.8 abgeblendet werden. Beim Bild oben habe ich die Schärfentiefe beinahe aufs Minimum gesetzt, um den Fokus auf Corinne zu legen.

Leica SL mit 90-280er auf 268 mm, 1/160 sec, f 3.9, 6400 ISO

Leica hat sich ja entschieden, bei den beiden «Zoomklassiker» als erste Objektive fürs neue SL-System zu produzieren. Sicher ein guter Entscheid, denn mit diesen beiden Objektiven lassen sich mindestens 90% aller fotografischen Aufgaben erledigen. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern, bei denen das Duo jeweils aus einem 2.8/24–70 und ein 2.8/70–200mm besteht, hat sich Leica für einen erweiterten Brennweitenbereich mit etwas weniger Lichtstärke entschieden: 2.8–4.0/24–90 und 2.8–4.0/90–280 mm. Wohl weil heute auch mit hohen ISO-Werten hervorragende Resultate möglich sind, priorisiert Leica den erhöhten Brennweitenbereich vor der durchgehend hohen Lichtstärke. Das Leica 90–280mm ist übrigens praktisch gleich lang wie mein Nikon 2.8/70–200mm. Das hat mich angenehm überrascht – auf den Bildern von der SL mit dem Telezoom hatte ich immer den Eindruck, das Objektiv sei deutlich grösser.

Im Reportagebereich kann ich für meinen Geschmack mit der Leica SL bis auf 6400 ISO gehen, ohne dass mich das Bildrauschen stört. Reportagebereich heisst für mich, dass ich die Bilder entweder fürs Internet mit 2500 px für die lange Bildkante oder für den Druck bis A2 einsetze.

Leica SL mit 90-280er auf 261 mm, 1/800 sec, f 3.9, 1200 ISO, Verfolgungs-Autofokus (AF-c)

Ein Bild mit mehreren Kajakern wirkt dann top, wenn die beiden Paddel absolut synchron sind. Hier spielt die SL mit 11 Bildern pro Sekunde eine weitere Stärke aus. Ich stelle den Autofokus auf Verfolgung (AF-c), setze die Bildfolge auf «Serie schnell» und drücke den Auslöser durch. Weil die SL eine DSLM ist (spiegellose Kamera), rattert der Verschluss flüsterleise vor sich hin. Die kurze Verschlusszeit friert die Tropfen perfekt ein. Bei diesem Bild habe ich die Klarheit in Lightroom leicht erhöht, um den grafischen Look des Bildes etwas zu verstärken.

Leica SL mit 90-280er auf 280 mm, 1/320 sec, f 4.0, 640 ISO

Thumbs up – nach einer knappen Stunde Paddeln sind wir kurz vor dem Ziel. Der Brunch ruft, was bei allen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Leica SL mit 90-280er auf 90 mm, 1/320 sec, f 3.0, 400 ISO

Die Schärfe muss ja nicht immer in der Bildmitte liegen. Mit dem Joystick auf der Rückseite der SL lässt sich der Autofokuspunkt blitzschnell verschieben. Die Leica SL bietet drei Autofokus-Feldgrössen. Ich arbeite immer mit der mittleren und ohne jede Fokus-Automatik wie «Gesichtserkennung» oder «dynamisch». Diese funktionieren nicht schlecht, machen aber dann doch manchmal nicht das, was ich will. Wenn ich mein Autofokusfeld manuell bestimme, weiss ich, woran ich bin.

Leica SL mit 90-280er auf 92 mm, 1/320 sec, f 3.0, 800 ISO

Die letzten Meter vor dem Brunch.

Leica SL mit 90-280er auf 280 mm, 1/800 sec, f 4.0, 3200 ISO, Verfolgungs-Autofokus (AF-c)

Keine Bearbeitung in Photoshop (ausser dass ich einen störenden Schriftzug auf dem Paddel entfernt habe ;-)), das Bild kommt perfekt aus der Kamera.

Leica SL mit 24–90er auf 24 mm, 1/200 sec, f 7.1, 1250 ISO
Alle sind gut angelandet und haben ihr Kajak geparkt. Auf zum Brunchen.

Leica SL mit 90-280er auf 143 mm, 1/200 sec, f 7.1, 1250 ISO

Leica SL mit 90-280er auf 135 mm, 1/250 sec, f 3.5, 160 ISO

Bereits bei Bildern im untern Brennweitenbereich des Telezooms lassen sich Personen mit selektiver Schärfe sehr schön aus dem Umfeld herauslösen.

Leica SL mit 90-280er auf 141 mm, 1/250 sec, f 3.5, 400 ISO

Leica SL mit 90-280er auf 279 mm, 1/320 sec, f 4.0, 400 ISO

Auch dieses Bild ist «straight out of the camera». Die Detailzeichnung ist bemerkenswert. Und wenn man mal etwas Dramatik will, kann man den Klarheitsregler hochschrauben:

Leica SL mit 90-280er auf 123 mm, 1/320 sec, f 3.7, 250 ISO, Klarheit in Lightroom erhöht


Die Leica SL begeistert ... (Fotos: Jürg Blum)


Bildgalerie

Natürlich war ich nicht der Einzige, der fotografiert hat. Die Leica SL hat viel Begeisterung ausgelöst. Phil und Seraina hatten ihre Nikon D810 dabei, und der eine oder andere hat mit dem Handy fotografiert. Hier eine kunterbunte Bildgalerie mit Impressionen: