Blog

Im Blog von Peter und Ursula Schäublin berichten wir von Aktualitäten rund um unser Grafikatelier 720 Grad, über Fotografie und Film, Kajaken und weitere Aktivitäten.

360° Fotos von 720° ...


Wettbewerb: zwei Gratis-Weekends gewinnen!

Wo ist Paul the Rubberduck? Wir haben in beiden 360°-Serien je einmal Paul, die gelbe Gummiente versteckt. Suchen Sie Paul, und machen Sie mit an der Verlosung für je ein Weekend in Moscia und in Rasa.

So geht's: Durchsuchen Sie die 360°-Fotos von Moscia (hier klicken) und Rasa (hier klicken). Wenn Sie Paul die Gummiente gefunden haben, schreiben Sie eine E-Mail an info@casamoscia.ch und notieren, wo Sie Paul gefunden haben (z.B. auf der Liegewiese, auf einer Steinmauer usw.). Der Wettbewerb läuft bis am 10. Juni 2017. Preis: je ein Wochenende für zwei Personen mit Halbpension in Moscia und Rasa. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los.

Viel Spass beim Suchen und viel Glück!



Die klassischen Mittel, um übers Internet eine Location zu präsentieren, sind Fotos oder Filme. Weniger verbreitet ist eine spezielle Art der Fotografie, nämlich 360°-Panoramas, in denen man sich virtuell bewegen und von Punkt zu Punkt weiterverbinden kann. Gerade weil diese Art der Präsentation besonders ist und weil sich die Locations sehr gut dafür eignen, hat sich die Leitung von Casa Moscia und Campo Rasa entschieden, auf 360°-Bilder zu setzen.

Casa Moscia und Campo Rasa – zwei Locations, die sich der Betrachterin und dem Betrachter zu Hause am Bildschirm über die 360° Fotos sehr schön erschliessen. Die Panoramas sehen schon in der normalen Ansicht toll aus, aber richtig spannend wird's dann, wenn sie zu einer virtuellen Kugel umgeformt werden ...


Die Planung

Am Anfang war wie immer die Idee. Wie wäre es, wenn man am Bildschirm zu Hause die Casa Moscia und den Campo Rasa virtuell erkunden könnte? Nach einem Telefongespräch mit Michel Bieri, dem innovativen Leiter der beiden Häuser ist klar, dass auf Kundenseite Interesse da ist. Doch wie umsetzen? Die Testphase rollt an ...


Die Testphase

Ursprünglich habe ich angedacht, das Projekt mit der Nikon Keymission 360 zu realisieren. Diese kleine tolle Actioncam kann mit einer Auslösung ein 360° Panoramafoto generieren. Ich habe auch schon das eine oder andere Foto mit dieser Kamera realisiert und auf Facebook gepostet. Als ich dann erste Tests mit einer Fullscreen-Darstellung machte, musste ich mir eingestehen, dass die Qualität dafür nicht meinen Erwartungen entsprach. Deshalb muss die grosse der Schwester der Keymisson 360, die Nikon D810, in die Bresche springen. Obwohl die Nikon D810 schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist ihr 36 Megapixel-Sensor im unteren ISO-Bereich nach wie vor etwas vom Besten, was es im DSLR-Segment gibt. Mit einem Dynamikumfang von rund 14 Blendenstufen bieten die Bilder genügend Reserve, um Schattenpartien aufzuhellen und helle Bildstellen etwas abzudunkeln.

Die Kamera ist also gesetzt, doch welches Objektiv soll ich wählen? Ich brauche eine Linse mit 180° Blickwinkel, die für einen Vollformatsensor geeignet ist. Fündig wrde ich beim koreanischen Objektivhersteller Samyang, der ein 2.8/12 mm Fisheye im Programm hat.


Die Bildaufbereitung

Mit der D810 realisiere ich jeweils 12 Bilder pro Panorama – immer mit 30° Versatz. Dabei kommt ein exakt ausnivelliertes Stativ zum Einsatz. Alle Parameter wie ISO-Zahl, Blende, Verschlusszeit und Weissabgleich werden manuell eingestellt. In Adobe Lightroom müssen die Bilder dann zuerst entzerrt werden. Erst danach kann ich sie zu einem Panorama zusammengefügen. Dieses Panorama ist immer noch ein RAW-File, das ich danach über Lightroom und Photoshop bearbeiten kann. Da man bei schönem Wetter in einer Panorama-Ansicht oft irgendwo die Sonne mit im Bild hat, ergeben sich immer hohe Kontraste. Wie bereits erwähnt lässt mir der hervorragende Sensor der Nikon D810 genügend Spielraum zur Bildbearbeitung – ohne HDR. Hier ein Beispiel:

Das sind die 12 Ursprungsbilder. Ich habe eher knapp belichtet, damit ich die Spitzlichter nicht verliere . Ich weiss, dass mir die exzellente Qualität der D810-Rawfiles erlaubt, die Schattenpartien problemlos aufzuhellen

Über Lightroom kann die Verzerrung des Fisheyobjektivs herausgerechnet werden. Erst diese entzerrten Bilder können zusammengestitcht werden:

Nach dem Stitchen in Lightroom habe ich ein RAW-File mit knapp 60 Megapixeln. Wie man beim Holzgeländer unten links erkennen kann, entstehen gerade bei näher gelegenen Objekten durch das Stitchen manchmal leicht inkorrekte Übergänge. Diesen müssen über Retusche korrigiert werden. Ebenfalls muss geprüft werden, ob der Anschluss links und rechts an den Bildrändern passt und bei Bedarf noch über Retusche korrigiert werden. Danach können die Schatten aufgehellt und die Lichter noch etwas abgedunkelt werden:

Das fertige Bild transportiert die Stimmung der frühen Morgenstunde optimal. Der letzte Schritt ist nun noch das Umrechnen des Bildes in eine virtuelle Kugel, in der man sich dann via Maus bewegen kann.



Die Programmierung

Doch wie wird aus den schönen Panoramafotos eine virtuelle 360°-Kugel, die sich trotz 55 Megapixeln Gesamtgrösse schnell genug lädt? Unsere Partnerfirma InnoTix meistert diesen Challenge perfekt und formt unsere Panoramas softwaremässig zu Kugeln um. Um die Ladezeit der grossen Bilder zu verkürzen, wird jede Kugel in 24 Einzelbilder zerlegt. Wenn ein Betrachter ein Bild aufruft, müssen also nicht gleich die ganzen 55 Megapixel geladen werden, sondern nur die sichtbaren Kacheln. Kameratechnisch ergibt sich am Nord- und Südpol der virtuellen Kugel ein kleines Loch, das man mit etwas Umgebungsmaterial schliesst. Das sieht dann ganz lustig aus. InnoTix verbindet dann die verschiedenen virtuellen Kugeln gemäss unserem Input über interaktive Punkte miteinander, und auch der von uns erstellen Situationsplan wird programmiertechnisch so eingebaut, dass man jeden Punkt darauf anwählen kann und dann gleich virtuell an der entsprechenden Stelle steht.

Licht und Schatten: Bei schönem Wetter ergibt sich innerhalb eines 360°-Panoramas zwangsläufig praktisch immer eine hohe Kontrastsituation. Bei diesem Bild habe ich die Sonne hinter der Kirche «versteckt», was den Kontrast innerhalb des Bildes etwas senkt und zudem durch die Hinterleuchtung der Kirche einen besonderen Effekt bringt.

Wie bei der ganz normalen Fotografie ist auch bei der 360°-Panoramafotografie das Licht der essenzielle Faktor. Das Bild von der Piazza in der Casa Moscia in der Blue Hour lässt die Sehnsucht nach mediterranem Flair wach werden ...


Die Qualität

Das Endresultat ist begeisternd. Die Rohdaten der D810 sind grossartig, und die perfekte Programmierung von InnoTix mit dem ein- und ausblendbaren Plan trägt auch zum stimmigen Endergebnis bei. Machen Sie sich selbst ein Bild und entdecken Sie die beiden Orte:

- Campo Rasa
- Casa Moscia


Ihr 360°-Projekt?

Ein 360°-Projekt bietet Firmen und Institutionen sehr interessante Möglichkeiten. Der Aufwand ist deutlich geringer als für ein Filmprojekt und gibt dem Betrachter Raum und Zeit, um viele Details innerhalb der 360°-Bilder zu entdecken. Kontaktieren Sie uns, falls Sie sich ebenfalls für die Umsetzung eines 360°-Fotoprojekts interessieren.