99 Ideen-Killer

 

Seit Jahrzehnten sammle ich besondere Druckerzeugnisse und habe ein kleines, feines Archiv von Publikationen, die mir wegen ihrer Gestaltung, ihres Inhalts, des Papiers, besonderen Materialen und Falztechniken besonders gefallen. Heute habe ich für einen Kunden einige Muster zusammengestellt und stosse dabei auf ein Mailing, das ich im Jahr 1990 von Dietmar Henneka, grossartiger Fotograf, an meinem damaligen Arbeitsplatz bei der Firma SINAR erhalten habe. Er hat 99 Ideen-Killer zusammengestellt – Sprüche, Ausreden, Begründungen, mal mehr mal weniger fadenscheinig, mit dem kreative Ideen von Kunden abgewürgt worden sind. Und das im Jahr 1990 …


Heute, im Zeitalter von KI und Pretests scheint mir seine Message noch wichtiger: Manchmal muss man etwas wagen, auch wenn nur der Bauch sagt, dass es gelingt. Der Kopf ist nicht unwichtig, aber viel wirklich Grosses ist nur entstanden, weil eine Person oder ein (meist kleiner) Kreis von Personen etwas riskiert haben.


Henneka hat’s im Begleitschreiben so formuliert:
«Alles wird, wie in der früheren Nato-Strategie, vorwärtsverteidigt. Auf gut deutsch, wie die Pathologen – erst mal alles zerschnibbeln. Es wird schon nix mehr übrigbleiben. Kein Wagnis … nur Aussitzen ist angesagt … Also kleben wir jetz allen destruktiven Typen einen Riegel vor …»


Die Kleber

Dem Schreiben lagen 99 Ideen-Killer in Stickerform bei. Ich habe sie eingescannt, denn ich denke, wir brauchen auch heute Typen, Firmen und Organisationen, die etwas riskieren . Hier kommen die ersten 25 dieser 99 Ideen-Killer. Vielleicht kommt Dir der eine oder andere Spruch bekannt vor, entlockt Dir ein «Ja genau, das kenn ich» oder ein Schmunzeln.

Fortsetzung folgt …

 

 
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